Jungzüchter-Wettbewerbe

Die Jungzüchter starten in zwei Altersklassen: 14 bis 18 Jahre und 19 bis 25 Jahre. Somit kann man ab 25 Jahren an überregionalen Wettkämpfen nicht mehr teilnehmen, aber immer noch bis 30 Jahre aktiver Jungzüchter bleiben. Drei Teilnehmer plus zwei Ersatzjungzüchter vertreten ihren Zuchtverband. Neben den Teilnehmern sind natürlich alle Fans eingeladen, als Schlachtenbummler ihre Mannschaft auf dem Wettbewerb und abends auf der Party zu unterstützen. Schließlich werden hier die Bundeseinzelsieger, sowie die Siegermannschaften von ganz Deutschland ermittelt. Natürlich hat jeder Verband sein eigenes Jungzüchteroutfit, sowie eigene Fahnen dabei. Die Wettbewerbe beginnen am Freitagmittag und enden am Sonntagmorgen. Übernachtet wird jeweils in einer Reit- oder Turnhalle, so dass man auch schnell mit anderen Jungzüchtern ins Gespräch kommt.


Es müssen auf allen Wettbewerben vier Disziplinen absolviert werden:
Vormustern, Theorie, Beurteilen und Freispringen. Als Richter fungieren speziell ausgebildete Jungzüchterrichter, die Pferde werden vom veranstaltenden Verband organisiert und für den Wettbewerb zur Verfügung gestellt.

Vormustern

Jeder Teilnehmer muss ein ihm zugelostes Pferd oder Pony nach bestimmten Kriterien im Vorführdreieck vormustern. Spezielle Jungzüchterrichter beurteilen, wie gut der Jungzüchter das Pferd unter den gegebenen Umständen präsentiert. Ein Teamkollege übernimmt dabei die verantwortungsvolle Aufgabe des Peitschenführers, damit die Stute optimal vorgestellt werden kann. Sowohl die Leistung des Vorführers als auch die des Peitschenführers wird begutachtet und bewertet.

Beurteilen

Bei dieser Teilprüfung geht es darum, das Exterieur, also den Körperbu der vorgestellten Pferde unter Berücksichtigung von Alter und Zuchtleistung zu bewerten. In der Regel wird ein Pferd von den Richtern "vorbeurteilt", damit das Notenniveau abgestimmt werden kann. Anschließend werden den Jungzüchtern drei weitere Pferde vorgestellt, die dann jeder einzelne für sich anhand eines Notenbogens zu bewerten hat. Die insgesamt zu vergebenden 13 Einzelnoten werden anschließend mit denen der Richter verglichen und die jeweilige Abweichung ermittelt.

Theorie

In der Teilprüfung Theorie werden 20-25 Fragen rund um alle Bereiche der Pferdezucht und -haltung gestellt. Dazu gehören: Anatomie, Krankheiten, Reitlehre, Fütterung, Weidemanagement, Organisation Zucht und Reitsport, um nur einige Fachbereiche zu nennen. Pro Frage sind mehrere Antworten vorgegeben, wobei je nach Prüfungsmodalitäten eine oder mehrere Antworten richtig sein können. Die Fragen werden meistens von einem Berufschullehrer erstellt, der Pferdewirte unterrichtet. Fragebögen und Lösungen werden in den Jungzüchtermannschaften der verschiedenen Verbände meist heftig diskutiert, so dass man bei solch einem Wettbewerb noch einiges dazu lernen kann.

Freispringen

Es werden 1-2 Pferde von den Richtern vorbeurteilt. Danach müssen die Jungzüchter zwischen 3 bis 5 weitere Pferde selbst anhand eines Notenbogens beurteilen. Bei der Auswertung werden dann die jeweiligen Abweichungen zwischen den Noten der Jungzüchter und den Noten der Richter ermittelt. Kriterien hierbei sind: Trab, Galopp, Manier und Technik, sowie Vermögen.